Neuigkeit
Müll ist ein Dauerproblem
Den Nachbarschaftsrat KMA II e. V. bewegt das Thema „Sauberer Kiez“ schon lange. So machen wir bereits seit Jahren im Bezirksamt Mitte auf die Missstände aufmerksam. Genau vor einem Jahr haben wir eine Vorschlagsliste für Verbesserungen an den BStR Schriner gesandt und ein Positionspapier Müllkampagne „Gemeinsam für saubere Kieze“ veröffentlicht. Es gab im Bezirk viele Sitzungen, Absichtserklärungen, Aufrufe – vor Ort macht sich das nicht bemerkbar. Mülleimer fehlen immer noch, die Entsorgung der vorhandenen wurde nicht angepasst, die Straßenreinigung ist lückenhaft, dass Ordnungsamt schaut zu.
Daher hat sich unsere Mitstreiterin, Frau Nier, mit einem Leserbrief an den Tagesspiegel gewandt um die ungelösten Probleme noch einmal zu thematisieren. Dass Bürgerinnen und Bürger Müll sammeln genügt im Bezirk Berlin Mitte nicht.
Text - Leserbrief - original:
BERLIN_Müll in der Stadt - Aufgabe aller - nicht nur der BSR
10.03.2026, 12:42
An leserbriefe@tagesspiegel.de
Sehr geehrte Damen und Herren,
ja, die BewohnerInnen der Stadt sind alle mitverantwortlich für die Sauberkeit.
Das muss aber bereits in Kindertagen trainiert werden und ich sehe täglich viele Eltern, die ihren Kindern kein gutes Beispiel sind. Und keine Ahnung, was heutzutage in den Schulen gelehrt wird. Die Klassenzimmer von den Schülern reinigen zu lassen, damit Berlin Geld sparen kann, ist jedenfalls keine Lösung.
Zum Artikel der BSR- Vorsitzenden möchte ich nur zwei Beispiele nennen:
1) Ich wohne in der Mollstraße zwischen Otto- Braun-Str. (Mitte) und Platz der VN (Friedrichshain-X-berg).
An der Otto-Braun hängen in dichtem Abstand zwei Papierkörbe, der nächste befindet sich bereits im anderen Bezirk an einem Supermarkt - Abstand ca. 700 Meter. Diese Strecke bis dahin - ohne Papierkörbe - und deshalb ist die Straße oft mit Essenresten und Einmalverpackungen "gepflastert".
Der Wunsch aus der Bewohnerschaft nach mehr Papierkörben/Müllbehältern wurde von der BSR mit der Begründung abgelehnt, diese Straße könnte ja mal eine Marathon-Strecke werden und da sind die Müllbehälter möglicherwiese Behältnisse für Bomben.
Also kommen keine weiteren Behälter und die Situation bleibt, wie sie ist - dreckig.
2) Auf dieser Mollstraße kommen regelmäßig BSR-MitarbeiterInnen, um die Müllcontainer an den Hausaufgängen zu entleeren. Zuerst kommt einer und zerrt die Behälter aus den Häuschen und öffnet bereits jetzt die Deckel, damit das "Stürzen" der Behälter in das BSR-Auto schneller gehen kann.
Bis das Müllauto kommt, vergeht einige Zeit.
Jetzt hat der zarteste Windstoß seinen Auftritt: regelmäßig wehen einige Müllstücke aus den offenen Containern und verteilen sich gleichmäßig auf den Vorgärten, dem Fußweg und dem Mittelstreifen, wo die Trams M5, M6 und M8 verkehren.
Nachher ist alles befleckt und nur, wenn die BSR mal ab und zu diesen Straßenzug reinigt, sieht es dann wieder eine Weile ganz gut aus.
Wieviel Begeisterung wecken diese Tatsachen bei den Bewohnern, beim Saubermachen und Sauberhalten?
Dabei ist unsere Genossenschaft schon bemüht, alles sauber zu halten, weil wir eben eine Genossenschaft sind.
Schöne Grüße an die BSR-Vorsitzende, ich brauche keine schriftliche Antwort, schön wären aber mehr Müllbehälter in der Moll (Bezirk Mitte) und ein anderes Verhalten der BSR-Mitarbeiter auf der Moll bei ihrer Arbeit.
Vielen Dank,
Claudia Nier, Mollstraße, 10178 Berlin


